Schachclub Villingen e.V. Info III / 2004

 

Der Mannschaftsführer hat das Wort

Als Mannschaftsführer darf ich allen Spielern der 2. Mannschaft nochmals meinen Dank aussprechen für ihre Treue und Einsatzbereitschaft, die zum Aufstieg in die Landesliga geführt haben. In der nächsten Saison erwarten uns natürlich stärkere Gegner, aber ich bin überzeugt, daß wir mit dieser Mannschaft den Klassenerhalt schaffen werden!

Mit "Prognosen" für den zukünftigen Spielverlauf bin ich sehr vorsichtig, da es sich gezeigt hat, daß man sich nie zu sicher sein sollte - man denke an die Begegnung mit Neustadt. Bei der Mannschaftsaufstellung wird es keine großen Änderungen geben, es sei denn, daß jemand besondere Wünsche hat wie unser "Bundesliga-Anwärter" Michele d´Acunto. Er möchte an Brett 2 oder 3 eingesetzt werden. Und ich denke, er hat dort sogar Chancen.

Ich wünsche uns allen eine gute, aber auf jeden Fall eine interessante Saison 2004/2005! Um die Motivation nicht zu verlieren, halte ich es - Ihr hoffentlich auch! - mit Winston Churchill: "Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Mißerfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren."

Thomas Burggraf

Walter-K.F.-Haas-Turnier am 3.7.2004

Mit 22 Teilnehmern hat sich das Turnier, das gemeinsam vom SCV und dem Bezirk Schwarzwald veranstaltet wurde, zu einem beliebten Treffen der Senioren und Nestoren entwickelt. Sieger wurde Bruno Roggenstein vom SK St. Georgen mit 4,5 Punkten aus fünf Runden vor Bernd Fugmann (4,0/13,5 Buchholz) und Richard Urbanietz (4,0/12,5), der damit bereits zum zweiten Mal Nestorenmeister wurde. Die weiteren Plätze belegten Walter Strobel vom SK Schwenningen (3,5/17,0), Peter Siegert (3,5/12,0), Dietmar Klostermann (3,0/14,5), Arthur Lentz (3,0/14,5) und Reymund Weis (3,0/12,5), beide vom SK Neustadt.

Die Pokale überreichte Reiner Kurt, der Seniorenbeauftragte des Bezirks Schwarzwald. Frau Lilli Haas hatte Buchpreise und Kuchen gestiftet und Thomas Burggraf erwarb sich Verdienste um die Auswertung. Zu Beginn des Turniers hatten die Teilnehmer Hans-Dieter Schramm vom SK Schwenningen, der im Vorjahr das Turnier ohne Punktverlust gewonnen hatte und vor wenigen Wochen verstorben war, durch ein stilles Gedenken geehrt.

Trainingswettkampf gegen SV Pfullingen am 3.9.2004

An neun Brettern traten Spieler des SCV gegen die starken Gegner aus Pfullingen an und erlitten eine deutliche 2:7 Niederlage. Glanzlichter setzten Dietmar Klostermann, der gegen Martin Altenhof (DWZ 2206) nach einem riskanten Läuferopfer gewann, und Thomas Burggraf, der gegen den unrochierten König von Kai Schumann einen durchschlagenden Angriff vortrug.

Trainingswettkampf gegen SC Steinlach am 10.9.2004

Offensichtlich haben sich unsere Spieler beim Nachtblitzturnier in Ofterdingen so gut bewährt, daß sie jetzt vom Veranstalter dieser schlafraubenden Veranstaltung zu einem freundschaftlichen Wettkampf eingeladen wurden, den sie an neun Brettern mit 7,5:1,5 gewannen. Siege wurde errungen von Höhn, Klostermann, Gentner, Berger, Janovics, Burau und Siegert, Hrusc spielte remis und nur Dittmar unterlag dem starken Pissarev.

Möhringer Wanderpokalturnier am 19.9.2004

Einen sensationellen Auftakt hatte Waldemar Burau, der in der ersten Runde gegen Melkumjanc (DWZ 2300) gewann. Auch Peter Siegert gelang es, mit Klaus Ingo (2100) einen der Favoriten zu schlagen. Aus neun Runden holten Jakov Hrusc 5,5 Punkte, Waldemar Burau und Dietmar Klostermann 5, gefolgt von Thomas Burggraf, Peter Siegert und Michael Metzger (je 4,5), Heinz Weber und Bernd Fugmann (je 4) und Viktor Kloss (3). Dietmar Klostermann gewann als bester Senior einen Geldpreis.

Die Rangliste des SCV für die Verbandsspiele:

1

Höhn, Vadim

2039

   

20

Siegert, Peter

1713

2

Dittmar, Hans-Joachim

2018

   

21

Grasmeyer, Klaus-Peter

1729

3

Klostermann, Dietmar

1955

   

22

Weber, Heinz

1688

4

Ragni, Marco

1994

   

23

Metzger, Michael

1571

5

Ziegler, Klaus, Dr.

1993

   

24

Sartor, Karl

1466

6

Bittner, Friedemann

1973

   

25

Kloss, Viktor

1432

7

Gentner, Nils

2004

   

26

Thiemke, Rudolf

1495

8

Berger, Hauke

1877

   

27

Gerhardt, Johann

1430

9

Cerff, Peter

1869

   

28

Schneider, Hans

1742

10

Janovics, Andrej

1807

   

29

Schneider, Hermann

1779

11

Fugmann, Bernd

1776

   

30

Ketterer, Siegfried

1425

12

Gutmann, Andre

1713

   

31

Granzow, Rüdiger

Rest

13

d´Acunto, Michele

1577

   

32

Urbanietz, Richard

1484

14

Burggraf, Thomas

1712

   

33

Kuolt, Franz

1404

15

Klostermann, Eduard

1651

   

34

Geißer, Florian

1026

16

Burau, Waldemar

1722

   

35

Eisele, Siegfried

1222

17

Geißer, Karl-Heinz

1680

   

36

Hahn, Vadim

1310

18

Hrusc, Jakov

1614

   

37

Hettich, Stefan

Rest

19

Bachl, Anton

1798

         

– und die nächsten Termine:

Landesliga

10.10.2004 Villingen I - Villingen II

31.10.2004 Königsfeld I - Villingen I Villingen II - Singen I

21.11.2004 Villingen I - Neustadt I Bad Dürrheim - Villingen II

05.12.2004 Konstanz II - Villingen I Villingen II - Konstanz III

09.01.2005 Villingen I - Pfullendorf I Königsfeld I - Villingen II

23.01.2005 Engen II - Villingen I Neustadt I - Villingen II

27.02.2005 Konstanz III - Villingen I Villingen II - Konstanz II

13.03.2005 Villingen I - Singen I Pfullendorf I - Villingen II

17.04.2005 Bad Dürrheim I - Villingen I Villingen II - Engen II

Bezirksklasse

09.10.2004 Villingen 3 - Bräunlingen 2 22.01.2005 Villingen 3 spielfrei

30.10.2004 Königsfeld 2 - Villingen 3 26.02.2005 Villingen 3 - Furtwangen 2

20.11.2004 Neustadt 3 - Villingen 3 12.03.2005 Villingen 3 - Neustadt 2

04.12.2004 Villingen 3 - Bad Dürrheim 2 16.04.2005 Schonach - Villingen 3

08.01.2005 Donaueschingen 2 - Villingen 3

Bezirkspokal für Mannschaften

Paarungen der 1. Runde, zu spielen bis zum 01. Oktober 2004:

Villingen 3 - Furtwangen/Vöhrenbach 2

Villingen 2 - Bad Dürrheim

Donaueschingen 2 - Villingen 1

Jugendschach

Fünf Villinger Mannschaften aus drei verschiedenen Schulen spielten beim Baden-Württembergischen Schulschach-Pokal am 26.6.2004 in Baden-Baden mit. Trotz chaotischer Turnierorganisation - die erste Runde begann anderthalb Stunden nach dem festgesetzten Zeitpunkt - waren die Jugendlichen mit Eifer bei der Sache. In der WK II (Jahrgang 1988 und jünger) belegte "Gymnasium am Romäusring 3" Rang 28 unter 76 Mannschaften, in der WK Grundschule erreichte die Haslachschule unter 47 Mannschaften mit Rang 26 einen mittleren Platz. Insgesamt nahmen über 500 junge Schachspieler an dem Turnier teil, das bei besserem Verlauf eine gute Werbung für das Schulschach hätte werden können.

Schachtraining mit Dietmar Klostermann (XII) - Zwei-Springer-Spiel

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 Schwarz fürchtet sich nicht vor dem Angriff auf f7. Er will d5 ziehen und den Be4 bedrohen. Das Zwei-Springer-Spiel ist keine Eröffnung für Furchtsame! Solch riskante Varianten darf man nur nach konsequenter und eingehender Analyse spielen. Weiß hat zwei Fortsetzungen:

I. 4.d4 mit heftigem Zentrumskampf,

II. 4.Sg5 mit Angriff auf f7.

Auf Turnieren kommt auch noch 4.d3 vor mit Ausgleich für Schwarz: 4...Le7 5.0–0 0–0 6.c3 d6 7.Lb3 Sa5 8.Lc2 c5 9.Te1 Sc6 nebst Te8, h6, Lf8, d5. Falsch wäre 4...d5 5.exd5 Sxd5 6.0-0 Lg4 7.Te1 Le7 (7...f6? 8.Sxe5! Lxd1 9.Sxc6+) 8.h3 Lh5 9.g4 Lg6 10.Sxe5

I. 4.d4 exd4 Nicht 4...Sxd4 5.Lxf7+ Kxf7 6.Sxe5+ nebst 7.Dxd4.

I.1 5.0–0 Sxe4 6.Te1 d5 7.Lxd5 Dxd5 8.Sc3 Da5 9.Sxe4 Le6 mit Ausgleich.

Auf 5.0–0 versuchte Schwarz auch den Max-Lange-Angriff zu spielen: 5...Lc5 6.e5 d5 7.exf6 dxc4 8.Te1+ Le6 9.Sg5 Dd5 10.Sc3 Df5 11.Sce4. Nach mehr als hundert Jahren konnten weder Theoretiker noch Praktiker feststellen, welche Seite im Vorteil ist!

I.2 5.e5

I.2.a 5...Sg4 6.De2 De7 7.Lf4 f6 (7...d6 8.exd6 cxd6!?) 8.exf6 Sxf6 9.Sbd2 und Weiß gewinnt nach Sb3 seinen Bauern zurück.

I.2.b 5...d5 6.Lb5 Se4 7.Sxd4 Ld7 8.Lxc6 bxc6 9.0–0 Lc5 10.f3 Sg5 11.f4 Se4 12.Le3 Lb6 13.Sd2 Sxd2 14.Dxd2 c5 15.Sf3 d4 16.Lf2 Lc6 mit gegenseitigen Chancen.

I.2.c 5...Se4 6.De2 Sc5 7.0–0 Se6 8.Td1 d5 9.Lb5! Lc5 10.c3 Ld7 11.Lxc6 Lxc6 12.cxd4 Lb6 13.Sc3 0–0 mit Ausgleich.

Die Partie zur Theorie: Czessew-Woinikowitsch

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.d4 exd4 5.0–0 Sxe4 6.Te1 d5 7.Lb5. In einer Fernpartie spielte Weiß 7.Lb3!? Le6 8.Sxd4. Der gleiche Fehler! Mit 8.Sbd2 könnte Weiß um den Ausgleich kämpfen. 8...Sxd4 9.Dxd4 Lc5 10.Dxg7 Dh4 11.g3 (11.Dxh8+ Kd7 12.Dxa8 Dxf2+ 13.Kh1 Dg1+ 14.Txg1 Sf2#) 11...Lxf2+ aufgegeben. 7...Lb4 8.Sxd4? Gut ist 8.Sbd2 8...Lxe1 9.Sxc6 Lxf2+ 10.Kh1 Dh4 11.Se5+ c6 12.Sf3 Sg3#. 0–1

Rutschsystem für Anfänger

Nachdem es bei Blitzturnieren immer mal wieder zu einem kleinen Chaos kommt, weil nicht richtig gerutscht wird, hier eine kleine Anleitung.

Gerade Anzahl von Spielern:

Spieler 1 bleibt sitzen und dreht nach jeder Runde sein Brett.

 

Ungerade Anzahl von Spielern:

Alle Spieler rutschen, einer setzt jeweils aus.

 

10 Gebote für Schachspieler

- mitgeteilt von Heinz Weber. Für die Spieler des SCV natürlich völlig unnötig, weil sie sich zum Teil schon recht gut daran halten ....

  1. Kümmere dich so wenig wie möglich um das Gedeihen deines Vereins und sorge keinesfalls für neue Mitglieder.
  2. Komme möglichst selten zu den Übungsabenden und nie zur Mitgliederversammlung, komme aber auf jeden Fall zu spät.
  3. Übernimm kein Ehrenamt, insbesondere keines, das mit Arbeit verbunden ist.
  4. Sieh es als deine Pflicht an, über den Vorstand, den Turnierleiter und den Mannschaftsführer zu schimpfen.
  5. Zahle keinen Vereinsbeitrag, zumindest nicht freiwillig; laß dich lieber mahnen.
  6. Drohe mit Austritt, wenn dich jemand an deine Pflichten erinnert; damit wirst du lästige Mahner los.
  7. Eine Aufforderung zur Mitarbeit lehnst du am besten ab mit "Ich hab´ keine Zeit".
  8. Wenn du eine Partie verlierst, solltest du bissig darauf hinweisen, daß du sie eigentlich hättest gewinnen können.
  9. Zum Vereinsturnier erscheine zu spät oder gar nicht; wenn du verhindert bist, schicke deinem Partner keine Entschuldigung - es wäre unter deiner Würde.
  10. Laufe nach dem Turnier einfach weg und laß andere die Figuren aufräumen; damit beweist du, daß du eine gute Kinderstube hattest und zu Höherem berufen bist.

Schachproblem Nr. 21

Matt in zwei Zügen (J. Manskopf, 1932)

W: Ke4, Dd8, Tc3, Se5

S: Kb5

Lösung von Nr. 20 aus Info II/2004: 1.Kf5! Kd7/Kxd5 2.Ke5#/Dd1#.

Zu guter Letzt

Im Leben fängt man dann und wann wieder mal von vorne an.

Wilhelm Busch, 1832-1908

Anton Bachl Weiherstraße 13/2 78050 Villingen-Schwenningen Tel. 07721-4820 anton.bachl@t-online.de