Schachclub Villingen e.V. Info IV / 2007
Am 24.12.1932 in Königsberg geboren, erhielt der achtjährige
Wolfgang die ersten Schachregeln vom Vater beigebracht. Der Krieg nahm ihm
nicht nur den Vater, sondern auch die Vaterstadt, aus der er 1945 fliehen mußte. In Bremervörde wuchs er auf und war 1947-1951
Mitglied im dortigen Schachverein. Nach dem Studium der Geologie und der
Philologie wurde Wolfgang Tribukait Gymnasiallehrer
und fand in Villingen eine neue Heimat, wo er am Wirtschaftsgymnasium vor allem
Englisch und Französisch unterrichtete. 1967 trat er in den Schachclub
Villingen ein. Wegen beruflicher Beanspruchung hatte er zwar kaum Gelegenheit,
bei Turnieren mitzuspielen, aber sein Interesse für das Schach schwand nie.
Immerhin fand er Zeit, am Gymnasium eine erfolgreiche Schulschach-AG
zu betreuen, aus der unter anderen unser
Villingen I - Neustadt I 4,5:3,5 Überlingen - Villingen I 4,0:4,0 Villingen I - Donaueschingen I 2,5:5,5
Das Unentschieden gegen Überlingen und die Niederlage gegen Donaueschingen dürften unsere Erste alle Chancen für einen Aufstieg gekostet haben. Nach drei Runden liegt die Mannschaft auf Rang 5 in der Tabelle.
Villingen II - Villingen III 7,5:0,5
Furtwangen-Vö. - Villingen II 1,0:7,0 Villingen III - Neustadt III 5,5:2,5
Noch liegt Villingen II an der Spitze, der bevorstehende Wettkampf mit Königsfeld wird darüber entscheiden, ob an den Aufstieg in die Bereichsklasse gedacht werden darf.
Villingen I - Villingen II 3,0:1,0 Bräunlingen - Villingen I 2,0:2,0
Villingen I - Neustadt 3,0:1,0 Villingen II - Bräunlingen 3,5:0,5
Königsfeld - Villingen I 1,0:3,0 Neustadt - Villingen II 3,5:0,5
Villingen I - Donaueschingen 4,0:0,0 Villingen II - Königsfeld 2,0:2,0
Villingen I führt die Tabelle an, die Begegnung mit St. Georgen im Januar sollte die Entscheidung über die Meisterschaft im Schachbezirk Schwarzwald bringen.
Villingen I - Bräunlingen II 3,5:0,5 Schonach - Villingen II 2,5:1,5
D´eschingen I - Villingen III 4,0:0,0 Villingen I - Schonach 3,5:0,5
Während Villingen II und Villingen III bereits in der ersten Runde ausgeschieden sind, konnte sich Villingen I durch einen Sieg über Schonach für das Halbfinale qualifizieren.
Nach der 3. Runde führen
16.12.2007 Radolfzell - Villingen I 02.03.2008 Bad Dürrheim I
- Villingen I
13.01.2008 Villingen I - Singen I 06.04.2008 Villingen I - Furtwangen I
17.02.2008 Konstanz II - Villingen I 27.04.2008 Pfullendorf I - Villingen I
15.12.2007 Villingen II - Königsfeld Bräunlingen II - Villingen III
12.01.2008 Bad Dürrheim II - Villingen II D´eschingen II - Villingen III
16.02.2008 Villingen II - D´eschingen II Villingen III - Furtwangen II
01.03.2008 Villingen II - Neustadt III Königsfeld - Villingen III
05.04.2008 Bräunlingen II - Villingen II Villingen III - Bad Dürrheim II
21.12.2007 4. Runde 04.01.2008 3. Runde
22.02.2008 5. Runde 28.03.2008 4. Runde
14.03.2008 6. Runde
Über ein Jahr Arbeit liegt nun seit meinem Amtsantritt als Jugendleiter des SC Villingen im Sommer 2006 hinter mir, genügend Zeit also, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Die Jugendlichen treffen sich jeden Freitag ab 18.00 Uhr. Nach Möglichkeit werden am Demobrett Partien analysiert, die die Jugendlichen selbst gespielt haben. Ab 18.30 Uhr schließen sich dann Turnierpartien an. Wir spielen im Jugendbereich die gleichen Turniere wie die Erwachsenen. Es spricht für die Ausgeglichenheit der Spieler, dass sich bisher kein Spieler öfter als zweimal in die Siegerlisten eintragen konnte. Alle Turniere waren hart umkämpft und der Sieger wurde immer erst in der letzten Runde ermittelt. Die bisherigen Sieger waren:
Jugendpokalturnier: 11 Teilnehmer Sieger: Philipp Heimers
Jugendvereinsmeisterschaft: 12
Teilnehme Sieger:
Jugendblitzmeisterschaft: 11
Teilnehmer Sieger:
Jugendschnellschachturnier: 6
Teilnehmer Sieger:
Die Idee der Patenschaft, das heißt, dass unsere Jugendlichen einzeln mit stärkeren Spielern aus unserem Verein individuell trainieren, ist noch nicht so richtig angelaufen. Dr. Dorner hat schon mal mit Philipp trainiert, aber das Ganze ist noch ausbaufähig. Hier möchte ich in dieser Saison gezielt weitere Spieler aus unserer 1. Mannschaft ansprechen. Unsere Jugendlichen sind auch aktiv bei Jugendturnieren auf Bezirksebene, im Schulschach, bei Schnellschachturnieren und bei Mannschaftskämpfen.
Recht herzlich bedanken möchte ich mich bei
Erfreulich finde ich, dass vier unserer Jugendlichen an der aktuellen Vereinsmeisterschaft teilnehmen. Dass sie den „Alten“ schon ein Bein stellen können, beweist folgende Partie.
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|
Carlos Kern – Frederik Benzing, Vereinsmeisterschaft SC
Villingen, 1. Runde vom 21.09.2007. Stellung nach dem 10. Zug von Weiß.
Mit welch herrlichem Zug konnte unsere 13jährige Nachwuchshoffnung Frederik
Benzing als Schwarzer dem weißen König mächtig einheizen?
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Rang |
Name |
P. |
% |
Rang |
Name |
P. |
% |
|
1. |
Runge, Yannick |
10,0 |
91 |
7. |
Dewald, Artur |
5,0 |
45 |
|
2. |
Heimers, Philipp |
9,5 |
86 |
|
Skudinski, Thomas |
5,0 |
45 |
|
|
Baur, Sebastian |
9,5 |
86 |
9. |
Grützmacher, Sven |
4,5 |
41 |
|
4. |
Panitz, Mathias |
7,0 |
64 |
10. |
Kern, Robin |
2,0 |
18 |
|
5. |
Kern, Dennis |
6,0 |
55 |
11. |
Grimm, Tobias |
1,5 |
14 |
|
6. |
Benzing, Frederik |
5,5 |
50 |
12. |
Epting, Patrick |
0,5 |
5 |
Lösung der Aufgabe aus der Partie Kern – Benzing.
10… Lf2+ !? Ein genialer Zug von Frederik. Das Ausrufezeichen ist für die glänzende Idee, das Fragezeichen für die objektive Fragwürdigkeit des Zugs. Weiß hätte allerdings sehr exakt spielen müssen, um das nachzuweisen.
11.Kxf2 Sxe4+ und nun
Variante 1: 12.Kg1 Sxg5 13.Sd5 Sh3+! 14.gxh3 Dh4 15.Le3 Sd4 mit unparierbaren Drohungen.
Variante 2: 12.Ke3 Dxg5+ 13.Kxe4 Dxg2+ 14.Ke3 Df2+ 15.Ke4 Dd4#
Variante 3: 12. Ke1! Nur mit diesem Zug wehrt Weiß alle Drohungen ab und kommt in Vorteil.
Weiß entschied sich, all diesem Ungemach auszuweichen, und lehnte das Opfer mit 11. Kd2 ab, geriet dadurch aber in Nachteil. Die Partie endete schließlich remis - durch Patt.
Der Psychologe Roland Grabner hat 2005 an der Universität Graz mit einer Arbeit promoviert, die unter anderem den Zusammenhang zwischen Intelligenz und Spielstärke im Schach untersucht. Ein solcher Zusammenhang wurde häufig vermutet und oft sogar für offensichtlich gehalten; deutlich wird dies beispielsweise in den Worten Goethes: „Fürwahr, dies Spiel ist ein Probierstein des Gehirns“. Bemerkenswerterweise waren es jedoch häufig Schachspieler, die dies ganz anders sahen.
Grabner legt dar, daß die Korrelation von Intelligenz und Spielstärke sehr gering ist. Starke Turnierspieler waren zwar im Mittel etwas intelligenter als ihre weniger spielstarken Kollegen, aber für Spieler mit einem IQ von 85 bis 90, deren Intelligenz also deutlich unter dem Bevölkerungsdurchschnitt lag, waren immerhin ELO-Zahlen von 2000 erreichbar. Spielstärken von über ELO 2200 waren Spielern mit einem IQ von mindestens 110 vorbehalten. Das entspricht einem Intelligenzniveau, das von den meisten Personen mit einem Universitätsabschluss erreicht wird. Bei den besten Schachspielern handelt es sich demnach um Personen mit einer zwar leicht über dem Mittelwert der allgemeinen Bevölkerung liegenden, aber durchaus nicht ungewöhnlichen oder gar überragenden Intelligenz.
Während eine hohe Intelligenz also keine notwendige Bedingung für eine hohe Spielstärke im Schach zu sein scheint, kommt intensivem Training und einer zeitlich ausgedehnten Beschäftigung mit dem Spiel offenbar erhebliche Bedeutung zu. Die erreichte Spielstärke war nämlich umso höher, je früher die untersuchten Personen das Schachspielen erlernten; dabei erwies sich ein möglichst früher Zeitpunkt der ersten Klubmitgliedschaft und die aktive Teilnahme an Schachturnieren als noch wichtiger als ein frühes Erlernen des Schachspiels selbst.
Roland Grabner erhielt für seine „summa cum laude“ ausgezeichnete Arbeit den Preis der Karpow-Schachakademie, der mit 1000 Euro dotiert ist.
Grabner,
R., Stern, E., & Neubauer, A. (2007). Individual differences in chess expertise: A
psychometric investigation. Acta Psychologica, 124, 398-420.
http://www.ifvll.ethz.ch/people/sterne/Grabner_Stern_Neubauer_Acta_2006.pdf
Matt in zwei Zügen (E. Ferber, vor 1903)
W: Ka4, Df5, Lb6, Bb5, c6
S: Kd6, Se8
Lösung des Schachproblems Nr. 33 aus Info III/2007: 1.Sf4! Kc5:/Ld7/Le7 2.Dd5:#/Df8:#/Dd5#. Die Läuferzüge sind gegen die Drohung 2.Dc7# gerichtet, blockieren aber jeweils ein Fluchtfeld des wK.
Man kann auch schnell
denken, ohne schlecht zu denken.
Manfred Rommel, geb. 24.12.1928 in Stuttgart