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SC Villingen 1905 |
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Der Schachclub Villingen wurde am 03. Oktober 1905 gegründet und hat
zur Zeit ca. 65 aktive Mitglieder. Der Verein wurde 1996 ins Vereinsregister
eingetragen. Der 1. Vorsitzende ist Rudolf Thiemke, Fichtenstr. 28, 78086
Brigachtal, Telefon: 07721-23476. Mannschaften: Die 1. Mannschaft spielt in der Landesliga Schwarzwald-Bodensee, die 2.
Mannschaft spielt in der Bereichsliga Schwarzwald-Bodensee und die 3.
Mannschaft spielt in der Bezirksklasse Schwarzwald. Dazu spielen noch eine 1. und eine 2. Mannschaft in der
Senioren-Bezirksklasse Schwarzwald
Unsere Vereinsgeschichte: Aus Notizen in alten Zeitungen geht hervor, dass um das Gründungs-Jahr
1905 der Vorsitzende Minnich hieß. In Villingen traf man sich damals jeden
Sonntagnachmittag zu Schachspiel im „Falken“ in der Rietstraße. Es ging dabei
nicht so sehr um turniermäßiges Spielen, auch fehlten völlig die
Mannschaftskämpfe gegen auswärtige Clubs. Nach dem ersten Weltkrieg fand sich der Club wieder zusammen; Schach
gespielt wurde damals im ehemaligen Café Central. Spieler wie der Lokführer
Hirt, Rechtsanwalt Schloß, Dr. Dodel und Lokführer Ketterer bildeten die
Seele des Vereins und legten den Grundstock für eine erfolgreiche Entwicklung
in den dreißiger Jahren. Damals reifte das Schachtalent Anton Schuppler heran,
der jahrelang zur Badischen Spitzenklasse zählte und nach dem zweiten
Weltkrieg Südbadischer Meister wurde. Höhepunkte im Villinger Schachleben war das große Turnier von 1934, als
zwei Partien des Weltmeisterschaftskampfes
Dr. Aljechin gegen Bogoljubow in der „Blume Post“ ausgetragen wurden. Es war erstaunlich, welche große
Zahl von Schachfreunden sich 1946 im Gasthaus „Schlößle“ zur Wiedergründung
des Vereins einfanden. Gustl Ruppert wurde damals Erster Vorsitzender.
Anfangs der fünfziger Jahre sank die Zahl der Schachspieler auf zwanzig ab.
Erst als Leopold Bächle wieder nach Villingen zurückkam, wehte auch über den
Schachbrettern ein frischer Wind. Heinz Ritter, der schon früher Vorsitzender
war, übernahm erneut die Vereinführung 1953. Im Badischen Schachverband
gelang es, sich wieder einen guten Namen zu verschaffen. Mit einer Ausnahme
blieben die Mannschaftsmeisterschaften des Bezirks Schwarzwald in Villingen.
Sehr begrüßt wurde die neu geschaffene Landesliga, gab sie doch dem Villinger
Club Gelegenheit, gegen neue Gegner zu spielen. Die Villinger Mannschaft
belegte in den folgenden Jahren regelmäßig den zweiten Platz in der
Landesliga-Gruppe Süd. Die zweite und
dritte Mannschaft erzielte vordere Plätze in der Bezirks- und Kreisliga. Nach dem Tod von Heinz Ritter im Jahr 1964 übernahmen Hans Schwarz und
Hans Schneider die Führung des Villinger Schachclubs. Die
Freundschaftsbegegnungen wurden weniger, weil die Verbands-Spiele, oft mit
weiten Reisen verbunden, den Club auslasteten. Wie in anderen Schachclubs
nahm das Blitzschach zu. In Villingen spielten eine ganze Reihe
hervorragender „Blitzer“. Fast immer zu den ersten bei den
Blitzmeisterschaften gehörten Walter Jock, Heinz Weber, Leopold Bächle,
Günter Schneckenburger, Heinz Gerstenberger und Norbert Borgmann. Im Jahre 1974 fanden sich erstmals die Schachfreunde aus den Stadtbezirken Villingen und Schwenningen zu
Stadtmeisterschaften zusammen. Heinz Gerstenberger vom SC-Villingen wurde damals Meister und konnte den von
Oberbürgermeister Dr. Gebauer frisch gestifteten Pokal in Empfang nehmen.
Höhepunkt der Saison bildete alljährlich die Teilnahme am Mannschaftsturnier
des Internationalen Schachrings Bodensee. Ausgezeichnete Leistungen zeigte
die Villinger Mannschaft auch hier gegen die Schachfreunde aus den Kantonen
St. Gallen, Thurgau-Schaffhausen sowie aus Vorarlberg, Oberschwaben und dem
südbadischen Raum. So gab es auch schon damals eine zielstrebige
Jugendförderung, um die sich besonders Leopold Bächle und Walter Haas, dies
auch auf Bezirksebene, verdient gemacht haben. Weitere Höhepunkte: Die Austragung des Badischen
Schachkongresses über die Pfingsttage, vom 16. bis 24. Mai 1975 mit einem
Simultan-Turnier des Schach-Großmeisters Unzicker. Simultan-Turnier mit Vize-Weltmeister Viktor Kortschnoj am 04.06.1982 an 40 Brettern im kleinen Saal
des „ Theater am Ring“. Die einzige Niederlage erlitt er gegen unseren
Spieler H.-J. Dittmar. Jugendländerkämpfe Deutschland-Schweiz 1990 und 1992 im Sitzungssaal
der Villinger Sparkasse. Schach-Turnier der Zähringerstädte am 15. und 16.Mai 1999 im
Gemeindehaus St. Fidelis anlässlich der Feier „1000 Jahr Marktrecht
Villingen“. Teilnehmende Städte: Burgdorf/CH, Murten/CH, Offenburg,
Bräunlingen, Schwenningen und Villingen mit je einer 4er Mannschaft Anlässlich des 95 jährigen Bestehens des Schachclubs Villingen wurde
ein Schnellschachturnier im Foyer der neuen Tonhalle am 17. September
2000durchgeführt. Bedenkzeit 15 Minuten. 9 Runden CH-System. Anschließend
wurde noch ein Blitzturnier angehängt, weil viele noch Lust aufs
Schachspielen hatten. Auch zum 100. Jubiläum am 03.Oktober 2005 haben wir uns zur Ausrichtung
eines Schachturniers in der Turmstube des Ratskellers, Obere Str. 37,
entschlossen. Das Turnier war ein voller Erfolg und sprengte fast den Rahmen
unserer Möglichkeiten. Anton Bachl hat hierzu eine umfangreiche Festschrift mit der Geschichte des
Schachclub Villingen erstellt. Durch anklicken dieses Links können sie
diese nachlesen. Quellen: Vereinsnachrichten, Beilage des Südkuriers vom 15. Mai 1975
sowie aus Erzählungen des Ehrenvorsitzenden Hans Schneider, der immer noch
aktiven Spieler Heinz Weber und Siegfried Ketterer und seit 1978 selbst Erlebtes Schachgeschehen. Peter Siegert, Kassenwart
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